Titel (deu)

Fritz Molden – Von der Milchreisschlacht zum Kampf um die Zweite Republik

AutorIn

Manfred Bobrowsky   Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien

Beschreibung

Fritz Molden wurde am 8. April 1924 in Wien geboren. Seine Mutter, Paula von Preradović, war Schriftstellerin; sie verfaßte unter anderem den Text zur österreichischen Bundeshymne. Sein Vater, Dr. Ernst Molden, war Jour­nalist; er arbeitete als stellvertretender Chefredakteur der „Neuen freien Presse“, dem Vorläufer der Tageszeitung „Die Presse". Fritz Molden ging in Wien zur Schule. Er besuchte das Schottengymnasium, konnte jedoch wegen des Kriegsausbruchs die Schule nicht abschließen.
Ab dem Jahre 1940 wurde Molden wegen seiner anti-na­tionalsozialistischen Haltung mehrmals verhaftet. Im Jahre 1942 wurde er zu einem Strafbataillon der Deut­schen Wehrmacht eingezogen. Er wurde in Rußland ver­wundet und kam nach seiner Genesung nach Frankreich, von dort nach Berlin und weiter nach Italien. In dieser Zeit war Molden bereits im Widerstand tätig. Nachdem seine Widerstandsgruppe entdeckt und die meistens ihrer Mitglieder verhaftet worden waren, flüchtete er aus der Deutschen Wehrmacht, schloß sich italienischen Parti­sanen an und kam schließlich in die Schweiz. Bis zum Kriegsende war Molden dann im aktiven Widerstand. Nach dem Krieg studierte er in Wien und Innsbruck. Er war im Außenministerium und im diplomatischen Dienst tätig. Ab 1950 arbeitete er als Journalist, wie sein Vater in der „Presse". 1953 wurde er deren Herausgeber, später auch der Chefredakteur des Blattes. Daneben gab er auch andere Zeitungen heraus.
Im Jahre 1964 erfolgte die Gründung des Verlages Fritz Molden. Bis zu dessen Konkurs 1982 war er als Verleger tätig. Seither war Fritz Molden freier Schriftsteller, Filme­macher und Journalist. Er starb am 11. Jänner 2014 in Schwaz, Tirol.

Interview: Elisabeth Cepek, Gudrun Spanring
Kamera: Elisabeth Cepek, Christian Moser, Christian Williwald
Gestaltung: Elisabeth Cepek, Christian Moser, Sylvia Petz, Christian Williwald
Schnitt: Andrea Couzyn, Christian Moser
Sprecher: Victor Couzyn
Regie: Daniel Ebster
105 Min., Wien 1993

Projekt Oral Video History
© Ass.-Prof. Dr. Manfred Bobrowsky
Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien
Wien 1988-1996

Sprache des Objekts

Deutsch

Datum

1993

Rechte

© Alle Rechte vorbehalten

Klassifikation

Oral History, Österreich, Widerstand, Drittes Reich, Holocaust, Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg, Zeitzeuge, Geschichte, Interview, Konzentrationslager, Journalismus, Zeitung, Verlag

Mitglied in der/den Collection(s) (1)

o:868526 Mündliche Geschichtsüberlieferung : Österreichische Exilpublizisten im Widerstand gegen den Nationalsozialismus – Ein Oral Video History-Projekt 1988-1996