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Titel (deu)

Blumesberger, Susanne (Hg.): Mimi Grossberg (1905-1997): Pionierin - Mentorin - Networkerin. Wien: Praesens 2008. [= biografiA - Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung, hg. v. Ilse Korotin; 5]

HerausgeberIn

Susanne Blumesberger

Beschreibung

Mimi Grossberg, 1905 in Wien geboren, war sehr talentiert, nicht nur als Modistin (ihrem so genannten „Brotberuf“), als Lyrikerin, Organisatorin von Ausstellungen und Herausgeberin von mehreren Anthologien, sondern vor allem auch als Networkerin, wie man heute sagen würde. Die BeiträgerInnen des vorliegenden Sammelbandes betrachten das Leben und Wirken dieser vielseitigen Frau aus mehreren Perspektiven. Ihre Erfahrungen in der Kindheit, ein Ostersonntagskind zu sein und doch nicht so ganz dazuzugehören, weil die jüdische Herkunft plötzlich ein Makel war, die erzwungene Trennung von der Heimatstadt, ihre ersten Erfahrungen als Lyrikerin, Freundschaften, die wegweisend für ihr weiteres Leben wurden, aber auch die begründete Sorge um die Eltern, die – während sie bereits in den Vereinigten Staaten war – im Holocaust ermordet wurden, finanzielle Probleme und Enttäuschungen, die ihr nicht erspart blieben, werden hier erzählt. Obwohl Mimi Grossberg in ihrem Exilland sehr erfolgreich war, zahlreiche Freundschaften schloss, gehörten Gertrude und Johannes Urzidil, Rose Ausländer, Friederike Zweig, Ernst Waldinger und Mirjam Beer-Hofmann zu ihrem Kreis. Auf Siegfried Altmanns Anregung bemühte sie sich um österreichische Autorinnen und Autoren, die wie sie im amerikanischen Exil lebten. Sie galt als Pionierin der Exilforschung, die Exilszene in New York prägte, amerikanische Autoren übersetzte und sich für viele Menschen als Mentorin einsetzte. Ihre Beziehung zu ihrem Exilland war bis zu ihrem Tod 1997 sehr ambivalent. Sie bewahrte sich bis ins hohe Alter ihren Humor, ihre Kreativität und ihre Energie, anlässlich ihres 90. Geburtstages hielt sie noch einen Vortrag im Literarischen Verein in New York. Von diesem reichen Leben zeugt auch ihr bunter Nachlass – bestehend aus Notizen, Briefen und Kurzgeschichten und nicht zuletzt 57 Hüten –, der ihrem Wunsch entsprechend in die Österreichische Exilbibliothek des Wiener Literaturhauses kam. Ihr mit so vielen anderen Personen vernetztes Leben ist auch an ihrer persönlichen Bibliothek in Form von Widmungen ablesbar.

Sprache des Objekts

Deutsch

Datum

2009-02-06

Klassifikation

Schriftstellerin, Österreicherin, Jüdin, USA, Modistin,

, Literaturwissenschaft (auch: vergleichende -)

EuroVoc 4.2, Biografie

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o:16993 Vorwort zu: Blumesberger, Susanne (Hg.): Mimi Grossberg (1905-1997): Pionierin - Mentorin - Networkerin. Wien: Praesens 2008. [= biografiA - Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung, hg. v. Ilse Korotin; 5]
o:16990 Inhaltsverzeichnis zu: Blumesberger, Susanne (Hg.): Mimi Grossberg (1905-1997): Pionierin - Mentorin - Networkerin. Wien: Praesens 2008. [= biografiA - Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung, hg. v. Ilse Korotin; 5]
o:16989 Coverrückseite zu: Blumesberger, Susanne (Hg.): Mimi Grossberg (1905-1997): Pionierin - Mentorin - Networkerin. Wien: Praesens 2008. [= biografiA - Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung, hg. v. Ilse Korotin; 5]
o:16988 Cover: Blumesberger, Susanne (Hg.): Mimi Grossberg (1905-1997): Pionierin - Mentorin - Networkerin. Wien: Praesens 2008. [= biografiA - Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung, hg. v. Ilse Korotin; 5]
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