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Abstract zum Vortrag am 18. Österreichischen Archäologietag an der Universität Graz 2021: Die wissenschaftliche Aufarbeitung der ländlichen Besiedlung im nordöstlichen Hinterland der römischen Provinz Noricum bzw. der ländlichen Regionen des spätantiken Ufernoricum weist in forschungsgeschichtlicher Hinsicht in diesem Bereich einen ambivalenten Zustand auf. Während etwa im nordwestlichen Hinterland aufgrund umfangreicher und anhaltender Studien der letzten Zeit zur ländlichen Besiedlung ein immer repräsentativeres Bild der römerzeitlichen archäologischen Landschaft gezeichnet werden kann, liegen für den nordöstlichen Abschnitt-aus verschiedenen Gründen-umfangreichere Informationen in publizierter Form v.a. für die militärischen und urbanen Zentren wie etwa das Auxiliarkastell Mautern/Favianis oder das municipium St. Pölten/Aelium Cetium vor, während das ländliche Hinterland selbst nur wenig Berücksichtigung findet. Um diesem Umstand für den nordöstlichen Teil der antiken Landschaft beizukommen und die Besiedlung der römischen Antike archäologisch näher zu behandeln, möchte ein neues Dissertationsprojekt am Institut für Klassische Archäologie der Universität Wien besonders die bereits bestehenden archäologischen Daten zum Hinterland Nord-Noricums in einem genau definierten Untersuchungsgebiet infolge eines landschaftsarchäologischen Ansatzes erfassen, verarbeiten, analysieren und der archäologischen Forschungsgemeinschaft nachhaltig präsentieren.
Website: rrl.univie.ac.at/forschung/rrln