You are here: University of Vienna PHAIDRA Detail o:1251348
Title (deu)
Stifte in Niederösterreich
ein Beitrag zu ihrer Entwicklung in der Barockzeit
Author
Elke Strauß
Advisor
Petr Fidler
Assessor
Petr Fidler
Abstract (deu)
Die niederösterreichischen Stifte - Altenburg, Dürnstein, Geras, Göttweig, Heiligenkreuz, Herzogenburg, Kirchberg am Wechsel, Klein-Mariazell, Klosterneuburg, Lilienfeld, Melk, Neukloster, Pernegg, St. Andrä an der Traisen, St. Pölten, Säusenstein, Seitenstetten und Zwettl –, die den Orden der Benediktiner, Zisterzienser, Augustiner-Chorherren und –frauen sowie Prämonstratenser angehören bzw. -hörten, und ihre Entwicklung in der Barockzeit sind Gegenstand der Untersuchung. Ausgehend von ihrer Situation in der Gegenreformation, die von Abweichungen tridentinischer Grundsätze in Form von kirchlichen und gesellschaftlichen Problemen und Verfehlungen geprägt war, wird die politische Einflussnahme, die Beziehung zum Kaiser sowie der wirtschaftliche Aufschwung erörtert. Aufgrund der Baugeschichten der einzelnen Stifte, die die Grundlage für die Untersuchung bilden, lässt sich feststellen, dass es weder im 17. noch im 18. Jahrhundert eine konstante Bautätigkeit gab. Vielmehr kann man von bestimmten Zeitabschnitten als Bauflauten bzw. Baubooms sprechen. Beim Vergleich der Entstehungszeiten einzelner Bauteile sind ebenfalls Schwerpunkte erkennbar. Ordensspezifische Entwicklungen und Besonderheiten lassen sich bei allen untersuchten Orden ermitteln und kommen in den verschiedensten Bauteilen zum Ausdruck. Eine Analyse der Kirchenbautypen ergibt – trotz mancher Gemeinsamkeiten - eine Orientierung an zahlreichen Vorgängerbauten. Abschließend lässt sich feststellen, dass die niederösterreichischen Stifte im 17. Jahrhundert ein großes Bestreben zur Vereinheitlichung unregelmäßig gewachsener Anlagen aufwiesen, das sich in der Platzierung neuer Gebäude bzw. –teile, der Errichtung von geschlossenen Vierflügelanlagen und der Anbindung bestehender Gebäude manifestierte, sowie eine Vorliebe für lange einheitlich gestaltete Trakte und einen Grundrisstypus hatten. Im 18. Jahrhundert gab es schließlich die Tendenz, die Stiftsgebäude in die Natur einzufügen, und wiederum das Streben nach regelmäßigen Höfen, wobei die langen Trakte nun durch die Betonung wichtiger Bauteile akzentuiert wurden und sich die Anlagen nach ihrem Grundriss in drei Gruppen unterteilten.
Keywords (deu)
StifteKlösterArchitekturBaugeschichteBarock
Type (deu)
Persistent identifier
https://phaidra.univie.ac.at/o:1251348
rdau:P60550 (deu)
172 S. : Ill.
Number of pages
177
Members (1)
Title (deu)
Stifte in Niederösterreich
ein Beitrag zu ihrer Entwicklung in der Barockzeit
Author
Elke Strauß
Abstract (deu)
Die niederösterreichischen Stifte - Altenburg, Dürnstein, Geras, Göttweig, Heiligenkreuz, Herzogenburg, Kirchberg am Wechsel, Klein-Mariazell, Klosterneuburg, Lilienfeld, Melk, Neukloster, Pernegg, St. Andrä an der Traisen, St. Pölten, Säusenstein, Seitenstetten und Zwettl –, die den Orden der Benediktiner, Zisterzienser, Augustiner-Chorherren und –frauen sowie Prämonstratenser angehören bzw. -hörten, und ihre Entwicklung in der Barockzeit sind Gegenstand der Untersuchung. Ausgehend von ihrer Situation in der Gegenreformation, die von Abweichungen tridentinischer Grundsätze in Form von kirchlichen und gesellschaftlichen Problemen und Verfehlungen geprägt war, wird die politische Einflussnahme, die Beziehung zum Kaiser sowie der wirtschaftliche Aufschwung erörtert. Aufgrund der Baugeschichten der einzelnen Stifte, die die Grundlage für die Untersuchung bilden, lässt sich feststellen, dass es weder im 17. noch im 18. Jahrhundert eine konstante Bautätigkeit gab. Vielmehr kann man von bestimmten Zeitabschnitten als Bauflauten bzw. Baubooms sprechen. Beim Vergleich der Entstehungszeiten einzelner Bauteile sind ebenfalls Schwerpunkte erkennbar. Ordensspezifische Entwicklungen und Besonderheiten lassen sich bei allen untersuchten Orden ermitteln und kommen in den verschiedensten Bauteilen zum Ausdruck. Eine Analyse der Kirchenbautypen ergibt – trotz mancher Gemeinsamkeiten - eine Orientierung an zahlreichen Vorgängerbauten. Abschließend lässt sich feststellen, dass die niederösterreichischen Stifte im 17. Jahrhundert ein großes Bestreben zur Vereinheitlichung unregelmäßig gewachsener Anlagen aufwiesen, das sich in der Platzierung neuer Gebäude bzw. –teile, der Errichtung von geschlossenen Vierflügelanlagen und der Anbindung bestehender Gebäude manifestierte, sowie eine Vorliebe für lange einheitlich gestaltete Trakte und einen Grundrisstypus hatten. Im 18. Jahrhundert gab es schließlich die Tendenz, die Stiftsgebäude in die Natur einzufügen, und wiederum das Streben nach regelmäßigen Höfen, wobei die langen Trakte nun durch die Betonung wichtiger Bauteile akzentuiert wurden und sich die Anlagen nach ihrem Grundriss in drei Gruppen unterteilten.
Keywords (deu)
StifteKlösterArchitekturBaugeschichteBarock
Type (deu)
Persistent identifier
https://phaidra.univie.ac.at/o:1251349
Number of pages
177