Abstract (deu)
Die Unterstützte Kommunikation beschäftigt sich mit dem Gebrauch alternativer Formen und Zeichen, die ersetzend oder ergänzend zur Lautsprache eingesetzt werden. In dieser Diplomarbeit werden fünf Methoden der Unterstützten Kommunikation für Menschen mit Autismus ausführlich vorgestellt und analysiert. Diese Methoden sind: Gebärden, PECS (Picture Exchange Communication System), Gestützte Kommunikation (FC, Facilitated Communication), Sprachausgabegeräte und stationäre Computer mit spezieller Software. Durch eine Literaturanalyse und die Durchführung von Interviews wurden insgesamt dreizehn Kriterien erhoben, die eine Methode für Menschen mit Autismus erfüllen soll bzw. muss. Anhand dieser Kriterien wurden die Methoden anschließend miteinander verglichen, um ihre spezifischen Vor- und Nachteile erheben zu können. Die Ergebnise wurden in einer Tabelle veranschaulicht und ausführlich erörtert. Weitere Forschungsfragen haben sich auf die nötigen Voraussetzungen der Nutzer, auf die mögliche Anwendung in der Schule und auf Prozess und Qualität der Verständigung bezogen. Im theoretischen Teil der Arbeit wurde die Behinderung Autismus umfangreich erläutert. Dazu zählen zum Beispiel die Forschungsgeschichte, die Klassifikation und Symptomatik, die gemeinsamen Kennzeichen der autistischen Störungen (mit einem Fokus auf Sprache und Kommunikation), deren Ursachen und Therapiemöglichkeiten, die schulische Integration und die besondere Bedeutung der Unterstützten Kommunikation für diese Personengruppe. Der Teil über die Unterstützte Kommunikation behandelt unter anderem die historische Entwicklung, Funktionen, Zielgruppen, Formen sowie Problemfelder in der Anwendung.