Abstract (deu)
In der vorliegenden Studie wurden die Narbenäste und Tepalen des österreichischen Safrancrocus (Crocus sativus L.) auf ihre zytotoxische und genotoxische Wirkung an HepG2-Zellen getestet.
Ziel war es, die Wirkung in haushaltsüblichen und ernährungswissenschaftlich interessanten Mengen zu beobachten. Die Proben wurden in je drei verschiedenen Mengen (Tepalen: 1T, 2T, 3T; Narbenäste: 2NÄ, 5NÄ, 10NÄ) mit 80% ethanolischer Lösung extrahiert, und die Zellen 24h inkubiert. Nach der Inkubationszeit wurden Zellzahl und Zellvitalität mittels Trypanblautest ermittelt. Anschließend wurde der Comet-Assay durchgeführt, um mögliche DNA-Schäden in den Zellen zu ermitteln.
Im Trypanblautest lagen alle Zellzahlen im Bereich der Negativkontrolle. Es zeigte sich jedoch, vor allem bei den Narbenästen, eine leichte, nicht signifikante Reduktion der Zellzahlen, in Abhängigkeit der Dosis. Im Comet Assay konnte keine signifikante Erhöhung der DNA-Schäden durch Safranextrakt festgestellt werden.
Es zeigte sich, dass Narbenäste und Tepalen der Safranpflanze in den getesteten Konzentrationen in vitro keine genotoxische und nur bedingt zytotoxische Wirkung gegen HepG2-Zellen entfalten.
Ein normaler Haushaltsgebrauch von Safran-Narbenästen und Tepalen scheint deshalb, auf Basis dieser Untersuchungen, unbedenklich. Aufgrund der eingeschränkten Übertragbarkeit von Zelltests auf den gesamten Organismus müssten die Ergebnisse jedoch durch weitere Studien an Tier und Mensch abgesichert werden.