Abstract (deu)
Unternehmen, die in der Vorgründungsphase Teammitglieder austauschen, mögen unterschiedliche Gründe dafür haben. Das Ziel dieser Arbeit ist es, zugrunde liegende, allgemeine Treiber für den Ausstieg und die Aufnahme von Mitgliedern zu finden. Insbesondere werden persönliche Charakteristika wie das Humankapital untersucht. Es gibt empirische Beweise dafür, dass Personen, die gemeinsam gründen, relativ ähnliche Humankapital-Levels aufweisen. Die naheliegende Vermutung ist, dass dasselbe Prinzip auch in der darauf folgenden Zeit für Teamänderungen gilt, was eine weitere Steigerung der Humankapital-Homogenität zur Folge hätte. Die empirische Analyse des PSEDII, einer Datenbank, die die Entwicklung 1214 junger Unternehmen verfolgt, unterstützt diese Hypothese nicht. Andere Faktoren scheinen relevanter zu sein, besonders sticht das U-förmige Verhältnis zwischen Ausstiegswahrsscheinlichkeit und der Zeit, wie lange die Mitglieder sich kennen, hervor. Die kürzesten und die längsten Bekanntschaften scheinen sich unter den Teams in der Vorgründungsphase am öftesten zu trennen. Die Ursache dafür kann eine Fehleinschätzung der wahren Eigenschaften des Anderen sein: Unvollständige Information bei kurzer und ein sozial begründetes Überschätzen der Fähigheiten bei langer Bekanntschaft.