Abstract (deu)
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Erlebniswirkung von Hausfassaden. Dazu wurde 122 Personen ein Online-Fragebogen vorgelegt. 12 farbige Fassadenfotos, welche in den gestalterischen Merkmalen Farbe (rot/blau), Fensterform (eckig/rund) und Fensterrahmen (kein Rahmen, gemalter Rahmen, 3D Rahmen) variierten, sollten mittels eines semantischen Differentials bestehend aus 12 Adjektivgegenpaaren, bewertet werden. Zunächst stellte sich die Frage, welche Erlebnisdimensionen der Beurteilung zugrunde liegen. Diesbezüglich zeigt sich, dass zwei Faktoren, der Valenz- sowie der Struktur-Stimulationsfaktor, die Erlebniswirkung von Hausfassaden beschreiben. Weiteres lag das Forschungsinteresse darin, herauszufinden ob die Beurteilung der Fassaden vermehrt von Objekteigenschaften beziehungsweise von subjektiven Merkmalen beeinflusst wird. Als Objekteigenschaften gingen die gestalterischen Merkmale Farbe, Fensterform und Fensterrahmen in die Berechnung ein, während als Subjekteigenschaften das Geschlecht, die Expertise und die Wohngegend herangezogen wurden. Es stellte sich die Frage ob Männer und Frauen beziehungsweise Laien und Experten, oder Menschen die in der Stadt oder am Land beheimatet sind die Hausfassaden unterschiedlich beurteilen. Die Ergebnisse zeigen, dass die zwei Erlebnisdimensionen maßgeblich von den Objekteigenschaften beeinflusst werden. Subjektive Merkmale spielen eine geringere Rolle.