Abstract (deu)
Die Diplomarbeit legt den Fokus auf die Phase des Emerging Adulthood, worunter insbesondere der Altersbereich zwischen 18 und 25 bzw. 29 Jahren zu verstehen ist (Arnett, 2000a). Ziel dieser Studie war es einerseits festzustellen, welche subjektiven positiven und negativen Faktoren einen Einfluss auf das Erwachsenwerden während des Emerging Adulthood haben, andererseits, ob es einen Unterschied zwischen den Angaben von jungen Erwachsenen, die sich momentan in dieser Phase befinden, und Erwachsenen, die den Altersbereich zwischen 18 und 29 Jahren rückblickend bewerten, gibt. Zur Überprüfung der Fragestellungen wurde ein eigenes Messinstrument entwickelt, das zum einen subjektive positive und negative Einflussfaktoren sowie die Ausmaße des Einflusses verschiedener Bereiche, zum anderen die subjektive Einschätzung des Erwachsenseins erhebt. An dieser Studie nahmen insgesamt 196 Personen teil, 102 emerging adults zwischen 18 und 29 Jahren und 94 Erwachsene, die zwischen 30 und 45 Jahre alt waren. Von den emerging adults nahmen 30 Männer und 72 Frauen, von den Erwachsenen 44 Männer und 50 Frauen an der Studie teil. Die Studie ergab, dass sich beide Altersgruppen bei der Bewertung des Ausmaßes des Einflusses der diversen Bereiche nicht signifikant unterscheiden. Bezüglich der Rangreihung der Stärke des Einflusses unterscheiden sich die beiden Altersgruppen signifikant hinsichtlich der Bereiche „Freunde/Freundinnen“ und „ArbeitskollegInnen/ChefIn“, wobei die Stärke des Einflusses der „Freunde/Freundinnen“ von emerging adults signifikant höher bewertet wurde, jener der „Arbeitskolleg-Innen/ChefIn“ hingegen von den Erwachsenen. Bei den angegebenen subjektiven positiven Einflussfaktoren zeigte sich nur bei den Bereichen „Familie“ und „Arbeitsplatz“ ein signifikanter Unterschied. Beim Bereich „Familie“ nannten emerging adults signifikant häufiger den Faktor „Unterstützung“, Erwachsene hingegen „Unabhängigkeit“. Bezüglich des Bereiches „Arbeitsplatz“ gaben Erwachsene den Einflussfaktor „Arbeitsumfeld“ häufiger an. Des Weiteren unterscheiden sich beide Altersbereiche signifikant in Bezug auf den negativen Einflussfaktor „Mangel“ des Bereiches „Schule/Bildungsinstitution“, wobei dieser von emerging adults signifikant häufiger angegeben wurde. Beide Altersgruppen unterscheiden sich darüber hinaus signifikant in ihren Angaben, welche Medien den größten Einfluss auf ihr Erwachsenwerden haben bzw. hatten und welche Medien ihnen besonders wichtig sind bzw. waren. Bei beiden Aspekten gaben signifikant mehr Jüngere das Medium „Internet“ an. Die subjektiven Einschätzung des Erwachsenseins betreffend zeigt sich ein signifikanter Unterschied in der Angabe, ob sich die Befragten erwachsen fühlen. Erwachsene fühlten sich signifikant häufiger erwachsen, emerging adults hingegen häufiger teilweise erwachsen.