Abstract (deu)
In dieser Masterarbeit wird eine filmanalytische Betrachtung des Films The Sessions unternommen. Da eines der zentralen Themen des Films die Intersektion von Behinderung* und Sexualität ist, liegt der Fokus darauf, die im Film repräsentierten Konstruktionen von Geschlecht, Sexualität und Behinderung* auszuloten. Dementsprechend werden folgende Fragenkomplexe untersucht: Wie werden in The Sessions Geschlechter, Sexualitäten und Behinderung* verhandelt? Welche Normen werden (re-)produziert? Welche Stereotype werden reproduziert? Wie wird Sexualbegleitung im Film verhandelt?"
Ein transdisziplinärer, multipler Behinderungsbegriffs ermöglicht es herauszuarbeiten,, inwiefern Behinderung* und Heterosexualität einander wechselseitig bedingen. Die kritischen Dis/ability* Studies und die Crip Theory einerseits, sowie die deskonstruktivistischen Gender- und Queer Studies andererseits bilden die theoretische Basis dieser Arbeit. Dabei leiten jene, von Lothar Mikos vorgeschlagenen, filmanalytischen Ebenen die Untersuchung in ihrer jeweiligen Wechselwirkung methodisch und strukturierend an."
Da der Film eines der wenigen massenmedialen Phänomene darstellt, welches die Intersektion von Behinderung* und Sexualität behandelt, gibt die Analyse Aufschluss über gesellschaftliche Vorannahmen und Zuschreibungen, die den Status Quo der immer angenommenen able-bodiedness aufrecht halten.