Abstract (deu)
Die spanische Sprache hat jede Menge Herausforderungen vor sich. Die Sprache, die einmal nur in einem Teil von Kastilien gesprochen wurde, ist jetzt eine Weltsprache, mit Sprechern in Argentinien bis in die USA und von den Osterinseln nach Spanien. Eine dieser Herausforderungen ist die Entwicklung der Didaktik – obwohl diese Sprache in Spanien geboren ist, repräsentiert die Halbinsel heutzutage nur ca. 9% der Sprecher. Aus diesem Grund, sollten wir uns, als Spanischlehrer, überlegen, ob die europäische Varietät, die wir traditionell unterrichtet haben, eigentlich die ideale für eine zukünftige Kommunikation und Umgang mit der Sprache ist.
Diese Arbeit hat als Ziel herauszufinden, ob die österreichischen Schulbücher, die im Spanischunterricht verwendet werden, auch die Grammatik und das Vokabular der lateinamerikanischen Varietäten inkludieren oder ob die europäische Varietät die einzige ist, die zur Kenntnis genommen wird. Zusätzlich analysiert diese Arbeit auch den Einfluss von nicht-europäischen Varietäten in den rezeptiven Kompetenzen der Neuen Matura.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Schulbücher eine klare Differenzierung zwischen Vokabular und Grammatik machen. Dieser Unterschied bedeutet, dass die lateinamerikanische Grammatik ignoriert wird und viele Schulbücher kein Wort darüber verlieren, während das Vokabular nur teilweise berücksichtigt wird, obwohl es normalerweise kein didaktisches System für seine Inklusion in den Büchern gibt. Am Ende der Arbeit sollte der Leser eine persönliche Reflexion darüber durchführen können, in welche Richtung die spanische Sprache geht und warum man die eurozentrische Perspektive im Unterricht langsam ablegen sollte.