Abstract (deu)
In dieser Arbeit behandeln wir klassisch skaleninvariante Versionen des Standardmodells der Elementarteilchenphysik mit zusätzlichen skalaren Freiheitsgraden. Spontane Symmetriebrechung und die Massen aller Elementarteilchen werden durch Quantenkorrekturen im effektiven Potential nach S. Coleman und E. Weinberg hervorgerufen. Mit dem Teilchenspektrum des Standardmodells ist es nicht möglich es als skaleninvariante Theorie mit Symmetriebrechung nach S. Coleman und E. Weinberg zu beschreiben, da das top-Quark eine sehr schwere Masse besitzt. Ein Weg dieses Problem zu umgehen und das Standardmodell als skaleninvariante Theorie zu beschreiben, ist das Hinzufügen einer beliebigen Anzahl skalarer Singuletts zum Teilchenspektrum des Standardmodelles. Wir betrachten Modelle, in denen lediglich ein reelles oder komplexes skalares Singulett hinzugefügt wird und konstruieren skalare Potentiale mit klassischer Skaleninvarianz. Wir berechnen das effektive Potential auf Einschleifenniveau nach der störungstheoretischen Herangehensweise von E. Gildener und S. Weinberg. Darüberhinaus fügen wir in jedem Modell eine beliebige Anzahl rechtshändiger Neutrinofelder hinzu, mit dem Ziel Neutrinomassen mit Hilfe des Seesaw-Mechanismus zu erklären. Abschließend untersuchen wir, ob die betrachteten Modelle störungstheoretisch beschrieben werden können. Aufgrund unserer Berechnungen ist das als letztes in dieser Arbeit betrachtete Modell - in dem wir ein komplexes skalares Singulett X hinzufügen und ein Potential betrachten, das invariant unter X geht über in X komplex konjugiert ist - geeignet, Neutrinos als massive Teilchen zu beschreiben und es sind alle Rechnungen auch störungstheoretisch durchführbar, wobei zumindest ein Skalarfeld eine schwere Masse im TeV-Bereich besitzt.