Abstract (deu)
Die Entwicklung und Verfügbarkeit immersiver Virtual-Reality-Geräte ist in
den letzten Jahren deutlich gestiegen. Kombiniert mit den neuesten Meilensteinen
in der Computergrafik und den aktuellen Motion-Tracking-Geräten
lässt sich ein gewisses Gefühl von Präsenz in der virtuellen Welt erreichen,
das auf lange Sicht von der realen Welt nicht mehr zu unterscheiden ist. Obwohl
dieses Streben heute visionär sein mag, sind die Möglichkeiten kollaborativer
menschlicher Interaktionen innerhalb eines Virtual-Reality-Systems
bereits vielfältig.
Diese Masterarbeit konzentriert sich auf die Entwicklung und Evaluierung
eines Prototyps für Virtual-Reality-Konferenzanwendungen, der personalisierte
benutzerbasierte Avatare für bis zu vier Personen unterstützt, die sich
remote in einem virtuellen Konferenzraum treffen können. Der Prototyp
wurde im Hinblick auf das Gefühl der Präsenz in der virtuellen Umgebung
der Anwendungen bewertet. Für die Bewertung waren zwei Gruppen von
je fünf Personen einzeln an einer Präsentation in einem virtuellen Konferenzraum
beteiligt, der von einem photogrammetrischen 3D-Avatar ihres Versuchsleiters
gehostet wurde. Die erste Gruppe war mit Virtual-Reality Headsets
ausgestattet, während die zweite Gruppe die Präsentation vor einem
Computer-Monitor ohne Headset absolvierte. Anschließend wurden die beiden
Gruppen gebeten, ein Formular auf der Grundlage der igroup presence
Fragebogenskala auszufüllen, um die räumliche Präsenz, Beteiligung und den
Realitätssinn im virtuellen Konferenzraum zu messen.
Die Ergebnisse der durchgeführten Experimente zeigen eine positive Auswirkung
auf das Gefühl der "Anwesenheit" von Benutzern, die Virtual-Reality Headsets
tragen, verglichen mit der Gruppe ohne Headsets.