Abstract (deu)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem spannungsreichen Feld der institutionellen Elementarpädagogik in Österreich und untersucht in diesem Kontext den Zugang zur Betreuungsform Elternverwalteter Kindergruppen in Wien. Dabei steht die Wirksamkeit von Prozessen, Strukturen und Logiken im Zusammenhang mit Aufnahmeentscheidungen im Mittelpunkt des Forschungsinteresses, dem durch den kombinierten Einsatz verschiedener Erhebungsinstrumente nachgegangen wird. Den Hauptbestandteil der Untersuchung bildet das Gruppendiskussionsverfahren nach Bohnsack, womit der empirische Zugang zu den kollektiven Orientierungen der Kindergruppen-AkteurInnen im Hinblick auf gruppenprozessuale Aufnahmeentscheidungen ermöglicht wurde. Aus den Ergebnissen der Arbeit geht hervor, dass im Zuge der Aufnahme in Wiener elternverwaltete Kindergruppen komplexe Prozesse und Logiken nachweisbar sind, die in erster Linie auf das Ausmachen von Passungsverhältnissen zwischen angebots- und nachfrageseitigen kollektiven (Werte-)Orientierungen abzielen. Als wesentliche Einflussfaktoren für die meist homogene Gruppenzusammensetzung konnten weiters die kleine Institutionsgröße, die Rahmenbedingungen der Organisationsform (allen voran die Elternmitarbeit) und ein segregierender Effekt durch wenig vorhandenes Sozialkapital identifiziert werden.