You are here: University of Vienna PHAIDRA Detail o:1392141
Title (eng)
Effects of polyunsaturated fatty acids on spatial orientation in rats
Parallel title (deu)
Einfluss mehrfach ungesättigter Fettsäuren auf die räumliche Orientierung bei Ratten
Author
Thomas Jost
Adviser
Eva Millesi
Assessor
Eva Millesi
Abstract (deu)

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren (polyunsaturated fatty acids, PUFAs) sind nicht nur essentielle Nahrungsbestandteile von Säugetieren, sondern beeinflussen auch die Aktivität von Neuronen, die räumliche Orientierung und die Gedächtnisleistung. Das Ziel dieser Studie war es herauszufinden welchen Einfluss PUFAs auf die räumliche Orientierung haben und inwiefern Corticosteron (CORT) dies beeinflusst, da sich CORT nachweislich negativ auf die räumliche Orientierungsfähigkeit auswirkt. Aufgrund von geschlechtsspezifischen Unterschieden bei neurophysiologischen Funktionen wird angenommen, dass PUFAs Männchen und Weibchen unterschiedlich stark beeinflussen. Männliche und weibliche Ratten wurden mit einer PUFA-angereicherten (10% Walnussöl) bzw. mit einer Kontrolldiät gefüttert. Zu Beginn wurden während einer fünfwöchigen Fütterungsphase wöchentlich das Körpergewicht gemessen und Kotproben gesammelt um anschließend Corticosteronmetabolitkonzentrationen (fecal corticosterone metabolites, FCM) aus den Proben analysieren zu können. In den folgenden Experimenten, dem T-Maze und Multiple T-Maze, wurden die Ratten auf ihre räumliche Lernfähigkeit sowie Kurz- und Langzeitgedächtnis getestet. Die Leistungen der Ratten in diesen Experimenten wurden statistisch auf individuelle FCM Konzentrationen korrigiert. PUFA-Männchen nahmen im Laufe der fünfwöchigen Fütterungsphase am stärksten zu und hatten die höchsten FCM Konzentrationen. Im T-Maze wirkten sich PUFAs unter Berücksichtigung von individuellen FCM Konzentrationen negativ auf die Anzahl an Versuchen aus, um den Test zu bestehen. PUFA-Männchen schnitten in der Lernphase des Multiple T-Maze schlechter ab als alle anderen Gruppen. Im Multiple T-Maze-Langzeitgedächtnistest zeigten die PUFA-Tiere signifikant bessere Leistungen als die Kontrolltiere, obwohl PUFA-Weibchen im Kurzzeitgedächtnistest deutlich schlechter waren als die anderen Gruppen. Diese Ergebnisse verdeutlichen den Einfluss von PUFAs auf die Lern- und Gedächtnisleistung und zeigen, dass physiologische Konditionen wie CORT und das Geschlecht hier ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.

Abstract (eng)

Polyunsaturated fatty acids (PUFAs) are essential diet components in mammals and have been shown to improve neuronal function, spatial orientation, and memory. The aim of this study was to investigate the effects of PUFAs on spatial cognition in relation to corticosterone (CORT), as CORT concentrations seem to be negatively linked to spatial orientation performance. It was hypothesized that PUFA-related effects differ between males and females due to sex-specific neurophysiological functions. Male and female rats were maintained on a high PUFA diet (10% walnut oil) or a control diet. In the initial five-week feeding phase, body mass was measured and fecal samples were collected to analyze fecal corticosterone metabolite (FCM) concentrations. In the subsequent T-maze and multiple T-maze experiments, rats were tested for spatial learning abilities and short- and long-term memory. Performance in these experiments was statistically corrected for individual FCM concentrations. PUFA males became heaviest and showed highest FCM concentrations during the initial feeding phase. In the T-maze, PUFAs resulted in a lower predicted number of trials to pass the test when considering individual FCM concentrations. However, PUFA males tended to perform worse than other groups in the multiple T-maze learning phase. Nevertheless, PUFA animals performed better in the multiple T-maze long-term memory test than control groups, although PUFA females showed impaired short-term memory. These results suggest that PUFAs affect learning and memory performance, but CORT concentrations and sex obviously play an important role. This highlights the consideration of physiological conditions with regard to cognitive influences of dietary PUFAs.

Keywords (eng)
PUFAfatty acidsratscorticosteronememorylearningT-maze
Keywords (deu)
mehrfach ungesättigte FettsäurenRattenStressGedächtnisLernen
Subject (deu)
Subject (deu)
Type (deu)
Persistent identifier
https://phaidra.univie.ac.at/o:1392141
rdau:P60550 (deu)
38 Seiten : Diagramme
Number of pages
39
Study plan
Masterstudium Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie
[UA]
[066]
[878]
Members (1)
Title (eng)
Effects of polyunsaturated fatty acids on spatial orientation in rats
Parallel title (deu)
Einfluss mehrfach ungesättigter Fettsäuren auf die räumliche Orientierung bei Ratten
Author
Thomas Jost
Abstract (deu)

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren (polyunsaturated fatty acids, PUFAs) sind nicht nur essentielle Nahrungsbestandteile von Säugetieren, sondern beeinflussen auch die Aktivität von Neuronen, die räumliche Orientierung und die Gedächtnisleistung. Das Ziel dieser Studie war es herauszufinden welchen Einfluss PUFAs auf die räumliche Orientierung haben und inwiefern Corticosteron (CORT) dies beeinflusst, da sich CORT nachweislich negativ auf die räumliche Orientierungsfähigkeit auswirkt. Aufgrund von geschlechtsspezifischen Unterschieden bei neurophysiologischen Funktionen wird angenommen, dass PUFAs Männchen und Weibchen unterschiedlich stark beeinflussen. Männliche und weibliche Ratten wurden mit einer PUFA-angereicherten (10% Walnussöl) bzw. mit einer Kontrolldiät gefüttert. Zu Beginn wurden während einer fünfwöchigen Fütterungsphase wöchentlich das Körpergewicht gemessen und Kotproben gesammelt um anschließend Corticosteronmetabolitkonzentrationen (fecal corticosterone metabolites, FCM) aus den Proben analysieren zu können. In den folgenden Experimenten, dem T-Maze und Multiple T-Maze, wurden die Ratten auf ihre räumliche Lernfähigkeit sowie Kurz- und Langzeitgedächtnis getestet. Die Leistungen der Ratten in diesen Experimenten wurden statistisch auf individuelle FCM Konzentrationen korrigiert. PUFA-Männchen nahmen im Laufe der fünfwöchigen Fütterungsphase am stärksten zu und hatten die höchsten FCM Konzentrationen. Im T-Maze wirkten sich PUFAs unter Berücksichtigung von individuellen FCM Konzentrationen negativ auf die Anzahl an Versuchen aus, um den Test zu bestehen. PUFA-Männchen schnitten in der Lernphase des Multiple T-Maze schlechter ab als alle anderen Gruppen. Im Multiple T-Maze-Langzeitgedächtnistest zeigten die PUFA-Tiere signifikant bessere Leistungen als die Kontrolltiere, obwohl PUFA-Weibchen im Kurzzeitgedächtnistest deutlich schlechter waren als die anderen Gruppen. Diese Ergebnisse verdeutlichen den Einfluss von PUFAs auf die Lern- und Gedächtnisleistung und zeigen, dass physiologische Konditionen wie CORT und das Geschlecht hier ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.

Abstract (eng)

Polyunsaturated fatty acids (PUFAs) are essential diet components in mammals and have been shown to improve neuronal function, spatial orientation, and memory. The aim of this study was to investigate the effects of PUFAs on spatial cognition in relation to corticosterone (CORT), as CORT concentrations seem to be negatively linked to spatial orientation performance. It was hypothesized that PUFA-related effects differ between males and females due to sex-specific neurophysiological functions. Male and female rats were maintained on a high PUFA diet (10% walnut oil) or a control diet. In the initial five-week feeding phase, body mass was measured and fecal samples were collected to analyze fecal corticosterone metabolite (FCM) concentrations. In the subsequent T-maze and multiple T-maze experiments, rats were tested for spatial learning abilities and short- and long-term memory. Performance in these experiments was statistically corrected for individual FCM concentrations. PUFA males became heaviest and showed highest FCM concentrations during the initial feeding phase. In the T-maze, PUFAs resulted in a lower predicted number of trials to pass the test when considering individual FCM concentrations. However, PUFA males tended to perform worse than other groups in the multiple T-maze learning phase. Nevertheless, PUFA animals performed better in the multiple T-maze long-term memory test than control groups, although PUFA females showed impaired short-term memory. These results suggest that PUFAs affect learning and memory performance, but CORT concentrations and sex obviously play an important role. This highlights the consideration of physiological conditions with regard to cognitive influences of dietary PUFAs.

Keywords (eng)
PUFAfatty acidsratscorticosteronememorylearningT-maze
Keywords (deu)
mehrfach ungesättigte FettsäurenRattenStressGedächtnisLernen
Subject (deu)
Subject (deu)
Type (deu)
Persistent identifier
https://phaidra.univie.ac.at/o:1392142
Number of pages
39