Abstract (deu)
Adsorption von Oberflächenkontamination kann während und nach dem Syntheseprozess von zweidimensionalen Materialien wie Graphen, sowie während der Übertragung vom Herstellungssubstrat auf einen anderen Träger, zu Verunreinigungen des Materials führen. Diese Oberflächenkontamination bedeckt nicht nur die darunter liegende Struktur, sondern kann auch die intrinsischen Eigenschaften des Materials negativ beeinflussen. Thermisches Erhitzen der kontaminierten Materialien im Vakuum hat sich als ein effektives Reinigungsverfahren etabliert, welches eine Verminderung der kohlenstoffhaltigen Verunreinigungen hervorruft, ohne das darunter liegende Material deutlich zu beschädigen. Eine Übereinstimmung bezüglich ausreichender Temperaturen und Verfahrungsdauern ist jedoch noch ausständig. Ferner fehlen Informationen, wie sich die Struktur und chemische Zusammensetzung der Kontamination auf atomarer Ebene verändern. Daher wird in dieser Arbeit die Verminderung und Entfernung von Oberflächenkontamination auf Graphen auf atomarer Ebene mittels Rastertransmissionselektronenmikroskopie und Elektronenenergieverlustspektroskopie charakterisiert. Die Proben werden in einer eigens angefertigten Heizkammer im Ultrahochvakuum thermisch erhitzt und im Ultrahochvakuum zum Mikroskop transportiert, so dass die Auswirkungen des Heizens auf den Reinigungsprozess direkt untersucht werden können. Zufriedenstellende Ergebnisse wurden bei Temperaturen über 150°C erzielt, bei denen die Diffusion der Verunreinigung der vorherrschende Faktor des Reinigungsverfahrens ist. Stark kontaminierte Proben, mit sauberen Stellen im Nanometerbereich, wurden in Proben mit sauberen Bereichen von Hunderten Nanometern Größe konvertiert. Die drastisch erhöhten Größen der sauberen Bereiche können sich bei zukünftigen Durchführungen von Experimenten zur Probenmanipulation als hilfreich erweisen, welche große saubere Stellen bevorzugen, um Wechselwirkungen mit dem Material, und nicht der Kontamination, zu erhöhen.