You are here: University of Vienna PHAIDRA Detail o:2110114
Title (deu)
Zwischen Kunst und Kampf
feministisches Kunstschaffen im Spannungsfeld neoliberaler Ideale und emanzipatorischer Subversion

Parallel title (eng)
Between art and struggle
feminist art creation in the field of tension between neoliberal ideals and emancipatory subversion

Author
Julia Maria Gruber
Advisor
Stefan Vater
Assessor
Stefan Vater
Abstract (deu)
Die Masterarbeit untersucht den Einfluss der neoliberalen Perfektions-, Wettbewerbs- und Effizienzkultur auf den Schaffensprozess feministischer Kunst. Ausgehend von der Prämisse, dass feministische Kunst nicht als homogene Kategorie zu definieren ist, sondern vielfältige Ansätze und Praktiken umfasst, analysiert die Arbeit, wie Kunstschaffende mit den Herausforderungen und Widersprüchen umgehen, die sich aus der Verflechtung von Kunst, Kapitalismus und Neoliberalismus ergeben. Ergänzend werden Erkenntnisse aus Interviews mit fünf feministischen Künstler*innen aus den Bereichen der bildenden Kunst, der visuellen und filmischen Praxis sowie der Performancekunst einbezogen. Diese Gespräche erweitern und konkretisieren die theoretischen Überlegungen durch Perspektiven aus der künstlerischen Praxis und dienen gleichzeitig als Reflexionsraum, um die Komplexität der Thematik in ihrer Vielschichtigkeit zu erfassen. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass neoliberale Strukturen den Schaffensprozess feministischer Kunst auf vielfältige Weise beeinflussen. Der Druck, sich als kunstschaffende Person selbst zu vermarkten, in einem kompetitiven Umfeld zu bestehen und ständig neue, innovative Arbeiten zu produzieren, führt zu einer verstärkten Selbstoptimierung und einem Fokus auf Effizienz und Produktivität. Gleichzeitig verdeutlichen die Interviews aber auch die Widerstandsfähigkeit feministischer Künstler*innen. Sie entwickeln Strategien, um den neoliberalen Zwängen entgegenzuwirken und ihre künstlerische Praxis als kritischen und subversiven Raum zu erhalten. Die Arbeit plädiert für eine verstärkte Förderung von Solidarität, Diversität und tatsächlicher Intersektionalität sowie kollektiven Praktiken im Kunstbetrieb, um den negativen Auswirkungen der neoliberalen und kapitalistischen Strukturen entgegenzuwirken.
Abstract (eng)
This master's thesis examines the influence of the neoliberal culture of perfection, competition, and efficiency on the creative process of feminist art. Based on the premise that feminist art cannot be defined as a homogeneous category but rather encompasses diverse approaches and practices, the thesis analyzes how artists deal with the challenges and contradictions arising from the intertwining of art, capitalism and neoliberalism. Additionally, insights from interviews with five feminist artists from the fields of fine arts, film practice and performance art are included. These conversations expand and concretize the theoretical considerations through perspectives from artistic practice and simultaneously serve as a space for reflection to grasp the complexity of the topic in its multi-layered nature. The results of the study show that neoliberal structures influence the creative process of feminist art in many ways.The pressure to market oneself, to succeed in a competitive environment, and to constantly produce new, innovative work leads to increased self-optimization and a focus on efficiency and productivity. At the same time, however, the interviews also highlight the resilience of feminist artists. They develop strategies to counteract neoliberal constraints and maintain their artistic practice as a critical and subversive space. The thesis advocates for increased promotion of solidarity, diversity and actual intersectionality as well as collective practices in the art world to counteract the negative effects of neoliberal and capitalistic structures.
Keywords (deu)
Neoliberalismusfeministische KunstKapitalismusDiversitätGerechtigkeitAntidiskriminierungSubversionLGBTQIA+politische KunstNicht-Performativität
Keywords (eng)
neoliberalismfeminist artcapitalismdiversityequalityanti-discriminationsubversionLGBTQIA+political artnon-performativitysocial justice
Type (deu)
Persistent identifier
https://phaidra.univie.ac.at/o:2110114
rdau:P60550 (deu)
97 Seiten
Number of pages
104
Study plan
Masterstudium Gender Studies
[UA]
[066]
[808]
Members (1)
Title (deu)
Zwischen Kunst und Kampf
feministisches Kunstschaffen im Spannungsfeld neoliberaler Ideale und emanzipatorischer Subversion

Parallel title (eng)
Between art and struggle
feminist art creation in the field of tension between neoliberal ideals and emancipatory subversion

Author
Julia Maria Gruber
Abstract (deu)
Die Masterarbeit untersucht den Einfluss der neoliberalen Perfektions-, Wettbewerbs- und Effizienzkultur auf den Schaffensprozess feministischer Kunst. Ausgehend von der Prämisse, dass feministische Kunst nicht als homogene Kategorie zu definieren ist, sondern vielfältige Ansätze und Praktiken umfasst, analysiert die Arbeit, wie Kunstschaffende mit den Herausforderungen und Widersprüchen umgehen, die sich aus der Verflechtung von Kunst, Kapitalismus und Neoliberalismus ergeben. Ergänzend werden Erkenntnisse aus Interviews mit fünf feministischen Künstler*innen aus den Bereichen der bildenden Kunst, der visuellen und filmischen Praxis sowie der Performancekunst einbezogen. Diese Gespräche erweitern und konkretisieren die theoretischen Überlegungen durch Perspektiven aus der künstlerischen Praxis und dienen gleichzeitig als Reflexionsraum, um die Komplexität der Thematik in ihrer Vielschichtigkeit zu erfassen. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass neoliberale Strukturen den Schaffensprozess feministischer Kunst auf vielfältige Weise beeinflussen. Der Druck, sich als kunstschaffende Person selbst zu vermarkten, in einem kompetitiven Umfeld zu bestehen und ständig neue, innovative Arbeiten zu produzieren, führt zu einer verstärkten Selbstoptimierung und einem Fokus auf Effizienz und Produktivität. Gleichzeitig verdeutlichen die Interviews aber auch die Widerstandsfähigkeit feministischer Künstler*innen. Sie entwickeln Strategien, um den neoliberalen Zwängen entgegenzuwirken und ihre künstlerische Praxis als kritischen und subversiven Raum zu erhalten. Die Arbeit plädiert für eine verstärkte Förderung von Solidarität, Diversität und tatsächlicher Intersektionalität sowie kollektiven Praktiken im Kunstbetrieb, um den negativen Auswirkungen der neoliberalen und kapitalistischen Strukturen entgegenzuwirken.
Abstract (eng)
This master's thesis examines the influence of the neoliberal culture of perfection, competition, and efficiency on the creative process of feminist art. Based on the premise that feminist art cannot be defined as a homogeneous category but rather encompasses diverse approaches and practices, the thesis analyzes how artists deal with the challenges and contradictions arising from the intertwining of art, capitalism and neoliberalism. Additionally, insights from interviews with five feminist artists from the fields of fine arts, film practice and performance art are included. These conversations expand and concretize the theoretical considerations through perspectives from artistic practice and simultaneously serve as a space for reflection to grasp the complexity of the topic in its multi-layered nature. The results of the study show that neoliberal structures influence the creative process of feminist art in many ways.The pressure to market oneself, to succeed in a competitive environment, and to constantly produce new, innovative work leads to increased self-optimization and a focus on efficiency and productivity. At the same time, however, the interviews also highlight the resilience of feminist artists. They develop strategies to counteract neoliberal constraints and maintain their artistic practice as a critical and subversive space. The thesis advocates for increased promotion of solidarity, diversity and actual intersectionality as well as collective practices in the art world to counteract the negative effects of neoliberal and capitalistic structures.
Keywords (deu)
Neoliberalismusfeministische KunstKapitalismusDiversitätGerechtigkeitAntidiskriminierungSubversionLGBTQIA+politische KunstNicht-Performativität
Keywords (eng)
neoliberalismfeminist artcapitalismdiversityequalityanti-discriminationsubversionLGBTQIA+political artnon-performativitysocial justice
Type (deu)
Persistent identifier
https://phaidra.univie.ac.at/o:2112346
Number of pages
104